So wie in vielen Orten wurde auch in Stendell vor über 100 Jahren, eine freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Mitarbeit in der Feuerwehr war von je her eine ehrenamtliche Tätigkeit im Intresse und im Nutzen Aller.
Bis 1934 war sie mit einer Handdruckspritze, einem Mannschaftswagen und einem Wasserwagen asugerüstet. Alle Fahrzeuge waren eisenbereift und wurden von Pferdegespannen gezogen, die bei Bränden sowie Übungen vom damlaigen Rittergut gestellt werden mussten. Als Schlauchmaterial hatte damals ein dörflicher Löschzug, mit Handdruckspritze, 2 Saugschläuche und etwa 100 Meter Druckschläuche, welche teilweise auf einer Haspel aufgewickelt und auf dem Mannschaftswagen gelagert waren.
Die Feuerwehr hatte eine Stärke von 3 Löschgruppen, wovon zwei in Stendell und eine im Ortsteil Herrenhof stationiert waren. Die Mannschaftsstärke bei Einsätzen lag immer bei ca. 20 Kameraden. Schon 1947 bekam Stendell eine TS 8 mit Anhänger ( TSA ) und diverses Schlauchmaterial. Nach der Wende gab es dann kurzfristig kein Feuerwehrfahrzeug mehr. Also musste ein neues her. So bekam dann schließlich die Feuerwehr ein eigenes Mannschaftsfahrzeug vom Typ "Robur".


Der kleine Ort Stendell ist seit dem 01. Januar 2003 ein Ortsteil der Stadt Schwedt/Oder.
Somit wurde auc die Feuerwehr in die Schwedter Wehr integriert und ist nunmehr die "Löschgruppe 9". Zurzeit hat die Löschgruppe Stendell 18 eingetragene aktive Kammeradinnen und Kameraden.

Als Einsatzfahrzeug steht noch ein eher seltenes LF 16 W50 in der Fahrzeughalle, welche im Jahre 1995 aus Berlin von der Berufsfeuerwehr nach Stendell kam.


Das alte marode Gerätehaus wurde im Jahr 2001 restauriert, wobei durch die Kameraden ein großer Anteil an Eigenleistung erbracht wurde. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Wer sich mal einen Eindruck von der Löschgruppe 9 verschaffen möchte, sollte einfach mal in Stendell vorbeischauen.
Quelle: Festschrift 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwedt/Oder